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CTV Glossar

Entdecke unser umfassendes CTV-Glossar. Hier findest du alle wichtigen Begriffe und Definitionen, die du für die Orientierung in der CTV-Werbewelt brauchst.

Juni 2026

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Connected TV (CTV) ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Video- und TV-Landschaft. Mit der zunehmenden Nutzung von Streaming-Diensten und internetfähigen TV-Geräten hat sich ein vielfältiges und technologisch komplexes Ökosystem entwickelt.

Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe aus dem CTV- und Advanced-TV-Umfeld und bietet eine strukturierte Orientierung für ein einheitliches Verständnis zentraler Konzepte, Technologien und Metriken im Connected-TV-Advertising.

A

Adressierbarkeit (Addressability)

Die Fähigkeit, unterschiedlichen Zielgruppensegmenten auf der Grundlage von Datensignalen (z. B. Haushalts-, Geräte- und Verhaltensdaten) unterschiedliche Anzeigen zu liefern. Im Bereich CTV und Advanced TV ermöglicht die Adressierbarkeit im Vergleich zum herkömmlichen, nicht adressierbaren linearen Fernsehen eine präzisere, datengesteuerte Zielgruppenansprache.

Advanced TV

Advanced TV ist ein Begriff, der verschiedene Formen von Streaming-TV-Inhalten bezeichnet, wie Video-on-Demand (VOD), Connected TV, TV Everywhere etc. Er wird für alle Formen des Fernsehens verwendet, die nicht über eine Rundfunk-, Kabel- oder Satellitenverbindung auf einem Fernseher angesehen werden.

Advertising-Based Video on Demand (AVOD)

Ein Streaming-Modell, bei dem Inhalte kostenlos bereitgestellt und durch Werbung finanziert werden. Im Gegensatz zu FAST-Kanälen wird AVOD nicht linear kuratiert, sondern basiert auf On-Demand-Inhalten. AVOD ist ein wichtiger Bestandteil des CTV-Ökosystems.

Autoplay-Video Ad

Eine Videoanzeige, die automatisch abgespielt wird, ohne dass der Nutzer dies ausdrücklich auslöst. Bei CTV ist die automatische Wiedergabe in der Regel an die Wiedergabe von Inhalten gekoppelt, z. B. beginnt ein Pre-Roll, sobald der Stream startet, während sie im Web beim Laden der Seite oder beim Scrollen ausgelöst werden kann.

B

Bitrate

Die Menge an Daten, die pro Sekunde in einem digitalen Videostream übertragen oder codiert wird; wird in der Regel in Kilobit pro Sekunde (kbps) oder Megabit pro Sekunde (Mbps) gemessen. Bei CTV wirkt sich die Bitrate direkt auf die Videoqualität, die Pufferung und die Bandbreitennutzung aus.

Branded Video Content

Videoinhalte, die von einer Marke finanziert, produziert oder mitgestaltet werden und eher der Unterhaltung oder Information dienen als der expliziten Werbung für ein Produkt. In CTV-Umgebungen können markenbezogene Inhalte als Langform-Sendungen, Sponsoring oder Integrationen innerhalb von Streaming-Plattformen erscheinen.

Broadcaster VOD (BVOD)

Video-on-Demand-Dienste, die von traditionellen Fernsehsendern betrieben werden und einen Catch-up- sowie On-Demand-Zugang zu ihren Programmen bieten, oft durch Werbung finanziert und für den Nutzer kostenlos. Der Zugriff auf BVOD erfolgt in der Regel über CTV-Apps, Mobilgeräte oder das Internet und gilt als Premium-Inventar der Sender.

C

Completion Rate (Video Completion Rate, VCR)

Der Anteil der Videoanzeigen, die bis zum Ende angesehen werden. Im CTV-Umfeld ist dieser Anteil in der Regel höher als in herkömmlichen digitalen Video-Umgebungen, da die Inhalte in einem entspannten Kontext konsumiert werden.

Connected TV (CTV)

Fernsehgeräte mit Internetverbindung (z. B. Smart-TVs, Streaming-Geräte), über die digitale Inhalte und Werbung bereitgestellt werden. CTV verbindet die Reichweite des traditionellen Fernsehens mit der Steuerbarkeit digitaler Werbung.

Co-Viewing

Die Situation, in der zwei oder mehr Personen gleichzeitig gemeinsam Videoinhalte auf demselben Bildschirm ansehen (z. B. mehrere Haushaltsmitglieder, die im Wohnzimmer gemeinsam CTV schauen). Co-Viewing ist bei der CTV-Messung wichtig, da es die Haushaltsreichweite, die Zusammensetzung des Publikums usw. beeinflusst.

Cross-Screen / Multiscreen

Ein strategischer Ansatz zur Kampagnenauslieferung über mehrere Geräte hinweg (TV, Mobilgeräte, Desktop).

Wer mehr über die praktische Umsetzung von Cross-Screen-Kampagnen erfahren möchte, findet in unserer YOC Universal Video Solution einen Lösungsansatz für die geräteübergreifende Aussteuerung von Videowerbung.

F

Free Ad-Supported Streaming TV (FAST)

Lineare, werbefinanzierte Streaming-Kanäle ohne Abonnement. FAST verbindet das traditionelle Fernseherlebnis mit digitaler Adressierbarkeit und ist ein wachsender Teil des CTV-Marktes.

First-Party-Daten

Daten, die ein Unternehmen direkt von seinen Nutzern erfasst (z. B. Anmeldedaten, CRM-Daten). Eine wichtige Grundlage für Targeting und Messung.

H

Household Targeting

Ein Ansatz für das Zielgruppen-Targeting, der auf Informationen auf Geräte- oder Haushaltsebene statt auf individuellen Nutzerprofilen basiert. Im CTV-Kontext ist dies üblich, da Inhalte oft auf gemeinsam genutzten Geräten konsumiert werden.

Household Reach

Die Anzahl oder der Prozentsatz der einzelnen Haushalte, die über einen definierten Zeitraum einer Kampagne auf CTV ausgesetzt waren. Die Haushaltsreichweite ist ein zentrales Messkonzept im CTV-Bereich, da Impressionen in der Regel auf Geräte- oder Haushaltsebene und nicht auf der Ebene einzelner Nutzer gezählt werden.

I

In-Stream-Video Ads

Videoanzeigen, die innerhalb von Videoinhalten abgespielt werden, typischerweise als Pre-Roll (vor), Mid-Roll (während) oder Post-Roll (nach) dem Hauptinhalt. Im CTV-Bereich sind In-Stream-Anzeigen das primäre Anzeigenformat und entsprechen oft der Länge herkömmlicher TV-Spots (z. B. 10–30 Sekunden), können aber auch längere oder interaktive Formate umfassen.

L

Lineares Fernsehen (Linear TV)

Lineares Fernsehen ist ein traditionelles System, bei dem ein Zuschauer eine geplante Fernsehsendung auf dem ursprünglichen Sender und zum Zeitpunkt der Ausstrahlung ansieht.

O

Open Web

Ein offenes digitales Ökosystem, in dem Inventar programmgesteuert über verschiedene Publisher und Plattformen hinweg zugänglich ist. Im Gegensatz zu „Walled Gardens“ bietet das offene Web größere Flexibilität.

OTT (Over-the-Top)

Die Bereitstellung von Videoinhalten über das Internet anstelle von traditionellen Rundfunk-, Kabel- oder Satellitenfernsehanbietern.

P

Programmatische Werbung

Der automatisierte Kauf und Verkauf von Werbeinventar über digitale Plattformen in Echtzeit.

S

Sell-Side-Plattform (SSP)

Eine Technologieplattform, die es Publishern ermöglicht, ihr Werbeinventar programmgesteuert anzubieten und zu verwalten.

Smart-TV

Ein Fernseher, der mit dem Internet verbunden ist und direkten Zugriff auf Streaming-Plattformen, Apps und digitale Inhalte bietet, ohne dass ein separates Streaming-Gerät erforderlich ist.

Streaming-Gerät / Streaming-Box / Stick

Ein externes Gerät, das an einen Fernseher angeschlossen wird und den Zugriff auf Streaming-Inhalte, CTV-Apps und internetbasierte Videodienste ermöglicht. Beispiele hierfür sind Roku, Fire TV, Apple TV und Chromecast.

Streaming

Eine Möglichkeit, Video- und Audioinhalte online über vernetzte Geräte wie Smart-TVs, Smartphones, Tablets oder Computer zu konsumieren.

Subscription Video on Demand (SVOD)

Abonnementbasiertes VOD (z. B. Netflix, Disney+) ist ein Streaming-Dienstmodell, bei dem Nutzer eine wiederkehrende monatliche oder jährliche Gebühr zahlen, um auf eine umfangreiche Bibliothek von On-Demand-Videoinhalten zuzugreifen.

V

Video on Demand (VOD)

Der On-Demand-Zugriff auf Videoinhalte zu einem vom Nutzer gewählten Zeitpunkt, unabhängig vom regulären Programm. VOD ist ein Kernbestandteil moderner Streaming-Dienste.

W

Walled Gardens

Geschlossene Plattform-Ökosysteme mit proprietären Daten und begrenzter Transparenz (z. B. große Plattformanbieter). Im Gegensatz zum offenen Web bieten sie eine hohe Reichweite, jedoch nur begrenzte Kontroll- und Integrationsmöglichkeiten.